Les RMVA débutent avec Sänger Pur

Publié le par Paul Moes

 

Dimanche 11 janvier 2009 à 17h00 heure en l’Eglise St Pierre de Steinsel

 

Sängerische Weltklasse zu Gast in Steinsel

 

... Präzision, Klangbalance und dynamische Klarheit.

Vom ersten Ton an faszinierte das Sextett Singer Pur durch instrumentale, selbstverständlich geübte Präzision, die sich langjähriger und intensiver Probenarbeit verdankt. Eine signifikante, sechseinige Besetzung aus jungen Stimmindividuen, deren ausgehörte Klangbalance, perfekte, blindlings gemeisterte Ansätze, die augenblickliche Korrektur kleinster Unebenheiten und die Klarheit der dynamischen Zeichnung sich zum werkgerecht intensiven Klangerlebnis summierten.

 

”AHI VITA”

 

Singer Pur

 

avec Michael Riessler, clarinette, et Enrico Melozzi, violoncello

 

 

Renaissancemusik, vor allem ergreifende Lamenti, inspirierte den Kölner Jazz-Klarinettisten Michael Riessler zu einem neuen Projekt. Riesslers eigenwillige, facettenreiche Partituren sind keine Arrangements im eigentlichen Sinne, sondern greifen bestimmte Strukturen und Eigenarten der alten Vorlagen auf und beleuchten sie aus einer anderen Perspektive. Das Ergebnis ist ein Ineinandergreifen von Alter Musik und Jazz, von Notation und Improvisation, von alter und neuer, ungehörter Klanglichkeit.

Seit ihrer Gründung 1991 haben sich Singer Pur - in der ursprünglichen Besetzung fünf ehemalige Regensburger Domspatzen und eine Sopranistin - zu einer der herausragendsten A-cappella-Formationen entwickelt und genießen mittlerweile auch von Seiten der Fachpresse das Prädikat des "derzeit führenden deutschsprachigen Vokalensembles".

 

1994 gewann das Sextett den 1. Preis des "Deutschen Musikwettbewerbs" in Bonn, ein Jahr später wurde es in Finnland mit dem begehrten "Grand Prix für Vokalmusik" beim Internationalen "Tampere-Musikfestival" ausgezeichnet. Regelmäßige Auftritte im Rahmen renommierter Konzertreihen und Festivals (u.a. Schleswig-Holstein-Musikfestival, Ludwigsburger Schlossfestspiele, Rheingau Musikfestival) bestätigen den hervorragenden Ruf des jungen Ensembles. Konzerttourneen führten das Sextett bereits in über 30 Länder, wie fast ganz Europa, die USA, nach Kanada, Afrika und Zentral- und Südostasien.

Einer breiten Öffentlichkeit wurde Singer Pur auch durch seine Rundfunk- und Fernsehproduktionen bekannt, u.a. mit einem Auftritt in der ZDF-Fernsehshow "Achtung! Klassik!".

Regelmäßig erscheinende CD-Einspielungen dokumentieren die breite Vielfalt des Repertoires, das einer Zeitreise durch die Epochen der Musikgeschichte gleicht. Davon sind schon zwei Renaissance-Einspielungen von der französischen Fachzeitschrift "Le Monde de la Musique" als die beste CD-Produktion des Jahres ausgezeichnet. Den vielleicht bedeutendsten deutschen Musikpreis ECHO Klassik erhielt das Ensemble zwei Mal: für die CD-Produktion zeitgenössischer Kompositionen, die ausschließlich für Singer Pur entstanden sind (2005), zum anderen für die Einspielung mit neu arrangierten deutschen Volksliedern (2007).

Mit dem weltbekannten britischen "Hilliard Ensemble" verbindet die Gruppe eine enge musikalische und freundschaftliche Zusammenarbeit. Das gemeinsame Projekt "The Hilliard Ensemble meets Singer Pur" (mit Alter und Neuer Vokalmusik für bis zu zehn Stimmen) erregt beim Konzertpublikum großes Aufsehen.

 

Michael Riessler (* 1957 in Ulm) ist ein deutscher Jazz-Klarinettist und Komponist.

 

Riessler studierte nach dem Abitur 1975 Klarinette an den Musikhochschulen in Köln und in Hannover (bei Hans Deinzer). 1978 gründete er in Paris das Ensemble Vivant in Paris. Nach Konzerten mit Siegfried Palm und Aloys Kontarsky unternahm er 1988 mit der Kölner Saxophon Mafia eine Tournee durch Westafrika. Von 1989 bis 1991 arbeitete er im Orchestre National de Jazz als Musiker und war Mitglied im Grubenklangorchester. Daneben begann er gemeinsam mit Peter Zwetkoff mit der Realisierung von Hörspielen. 1992 gründete er mit dem Drehleierspieler Valentin Clastrier und dem Tambourinspieler Carlo Rizzo ein Trio und mit diesen sowie zusätzlich Michel Godard, Gérard Siracusa und Jean-Louis Matinier die Gruppe Le Bûcher des Silences.

 

1986 wurde in Rennes das von ihm komponierte Stück L’Ecole des Bouffons des belgischen Dramatikers Michel de Ghelderode aufgeführt, und Riessler begann, bei den Darmstädter Ferienkursen für moderne Musik zu unterrichten. Seit 1988 ist er außerdem Gastdozent für Saxophon am Institut für zeitgenössische Musik in Darmstadt.

Das 1992 für die Donaueschinger Musiktage komponierte Album Héloïse wurde mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet; im gleichen Jahr erhielt er den SWF-Jazzpreis. In seinem Projekt Momentum Mobile trat 1993 der Drehorgelspieler Pierre Charial mit den Jazzmusikern Howard Levy, Renaud Garcia-Fons und Robby Ameen, einem Streichquartett und einem Bläserquintett auf. 1997 entstanden für die Biennale Berlin Literaturvertonungen unter dem Titel Honig und Asche. 1998 trat er mit dem Tänzer Nigel Charnock auf, und in Paris erschien sein Ballett Comedie. 1999 wurde Looseshoes bei der Münchener Biennale unter Mitwirkung des Autors Raymond Federman und der Musiker Markus Stockhausen und Michel Portal aufgeführt. Es folgten multimediale Projekte wie Email und Aponivi.

2000 erschien das Album Orange mit Pierre Charial, dem Akkordeonisten Jean-Louis Matinier und der Sängerin Elise Caron, im gleichen Jahr mit der Klarinettistin Sabine Meyer und dem Trio di Clarone Bach in 1 Hour. 2004 folgte Ahi Vita, ein Album mit Lamenti der Renaissance und des Frühbarock, aufgenommen mit dem Cellisten Vincent Courtois und dem Vokalensemble Singer Pur.

Daneben komponierte Riessler auch kontinuierlich für den Rundfunk. Neben Hörspielmusiken zu Herr der Ringe (1990). Der Zauberberg (2000), dem mit dem Hörkules ausgezeichneten Steppenwolf (2002) und Madame Bovary entstanden Hörstücke wie Ji-Viru (1995), Chansons (1997), Fever (1998), Zwei Tische (2000) und Berenice Tableau (2003).

Schließlich arbeitete Riessler auch mit Komponisten und Musikern der klassischen Moderne wie Mauricio Kagel, Vinko Globokar, Steve Reich, Karlheinz Stockhausen, John Cage, Helmut Lachenmann, Dieter Schnebel oder Michael Sell zusammen.

 

 

 

Prévente par la billetterie nationale (4708951 ou www.luxembourgticket.lu)

Caisse du soir à partir de 16h00

Prix des places réservées et numérotées: 15 EUR (tarif réduit pour étudiants: 7 EUR)

Informations: Rencontres Musicales de la Vallée de l’Alzette (621379879)

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