St. Petersburger Kosaken au Sacré-Coeur

Publié le par Paul Moes

Vendredi le 19 décembre 2008 à 20.00 heures en l’église « Sacré Coeur » LUXEMBOURG

 

 

St. Petersburger Kosaken Chor (Concerts)

 

Russische Musik offenbart ein unverwechselbares Klangbild, eine Mischung aus Tiefgründigkeit und Temperament, Melancholie und rührender Wehmut, aber auch verhaltener Leidenschaft und elementarer Wildheit. Vor allem die Folklorekunst speist sich aus höchst unterschiedlichen Quellen, entsprechend der Ausdehnung des Riesenreichs. Aus diesem reichen Fundus schöpften die Sänger des St. Petersburger Kosaken-Chors unter ihrem Dirigenten Yossif Guerdjikov mit Bedacht und Fingerspitzengefühl und präsentierten in Hartmannshof ein ausgewogenes Programm.

Der erste - sakrale - Teil beinhaltete Chorgesänge wie "Heiliger Gott", "Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen (1. Psalm Davids)" (Solo: Jordan Vodev) und "Vater unser" (Solo: Konstantin Tzvetkov), aber auch Stücke wie "Ich bete an die Macht der Liebe" und "Panis angelicus", die beide Solist Tony Tchakarov Gelegenheit gaben, seine überaus wandlungsfähige, bis in höchste Höhen reichende Tenorstimme zu zeigen. Apropos Solist: Die immense Wirkung dieses Chors beruht nicht zuletzt darauf, dass sich mit den Tenoren Georgi Serbezov, Konstantin Tzvetkov und Tony Tchakarov, den Bass-Baritonen Jordan Vodev, Emanuel Chevkenov und Sergej Vialkov sowie Bass Nikolai Jordanov Interpreten zusammengefunden haben, die nicht nur über fundierte Gesangsausbildung verfügen, sondern auf langjährige Solistenerfahrung an Opernhäusern und in Konzertsälen zurückblicken.

Mit dem "Gefangenenchor" von Verdi ging es in die Pause. Im zweiten Teil das Programms dominierten Kosakenlieder und Volksweisen wie "Das Lied vom Stenka Rasin", "Moskauer Nächte" und "Abendglocken", die auch Nikolai Jordanov's ausgewogene Baßstimme und den kräftigen Tenor von Georgi Serbezov zur Geltung brachten. Dieses Liedgenre ist leider über lange Zeit unendlich strapaziert worden. Die St. Petersburger schafften das wohltuende Wunder, allen süßlichen Ballast abzuwerfen und zu den Quellen des alten Liedguts zurückzukehren.

Chorgesänge von solch erstaunlich polyphoner Vielfalt, melodischer Substanz und geradezu unglaublichem Volumen bei geringer Sängerzahl hört man selten.

Reservierung:

www.luxembourgticket.lu
Tel: (+352) 26897007

 

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